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Depression
Depression
Ins Leben zurück
Positive Gefühle - Glück und Freude - gehören ebenso zum Leben wie negative Gefühle - Traurigkeit, Mutlosigkeit oder Enttäuschung;
kein Mensch ist an jedem Tag gleich gut oder schlecht aufgelegt. In den meisten Fällen sind negative Gefühle eine Antwort auf ein
belastendes Ereignis wie eine Trennung oder vielleicht den Verlust eines Menschen. Lässt die Enttäuschung über die Trennung oder der
Schmerz über den Verlust nach, kommen auch die positiven Gefühle wieder zum Vorschein.
Eine Depression hingegen ist ein ernstzunehmende Erkrankung, die eine schwere Belastung für den Menschen und seine Umwelt darstellt - und von der viele Menschen betroffen sind: In den Industrienationen leiden bereits heute etwa 100 Millionen Menschen an einer Depression, und Experten gehen davon aus, dass die Depression im Jahr 2020 weltweit an zweiter Stelle der wichtigsten Erkrankungen stehen wird. Leider wird diese, für Außenstehende schwer fassbare Erkrankung, noch immer häufig tabuisiert und mit einem Stigma versehen, obwohl etwa jeder vierte im Verlauf seines Lebens einmal an einer Depression erkrankt.
Wie äußert sich eine Depression?
Ein Mensch, der an einer Depression leidet, ist grundlos niedergeschlagen und traurig. Häufig zeigen sich auch Symptome der Angst. Selbst Dinge, die ihm sonst Freude machen, sind ihm nun gleichgültig und können ihn nicht aus seiner Lethargie befreien. Für die Menschen in seinem Umfeld ist es schwierig, in Kontakt mit dem depressiven Menschen zu kommen, und sie müssen verstehen lernen, dass der Depressive sich nicht absichtlich zurückzieht, sondern einfach nicht anders kann. Unterstützung, Zuwendung und Verständnis sind für den Betroffenen besonders wichtig. Und: Depressionen sind behandelbar und können überwunden werden. Heute gibt es gute Medikamente und andere therapeutische Möglichkeiten, die dem depressiven Menschen helfen, aus seiner Depression wieder herauszukommen.
Wie entsteht eine Depression?
Nach dem neuesten Stand der medizinischen Wissenschaft liegt einer Depression eine Störung des Stoffwechsels im Gehirn zugrunde: Das Gleichgewicht bestimmter Botenstoffe, die für die Übertragung von Informationen verantwortlich sind - die sogenannten Neurotransmitter - ist gestört, und somit auch die Fähigkeit, positive Gefühle zu empfinden. Heute gibt es Medikamente (Antidepressiva), die das natürliche Gleichgewicht zwischen den Botenstoffen wiederherstellen können.
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